20120308 Jungbrunnen Fasten


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Wenn Sie es genauer wissen wollen

Entgiften / Entschlacken / Übersäuerung

Das Wissen
Übersäuerung als mögliche Ursache vieler Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten beschäftigt die Medizin schon seit der Antike. Als Ursache wurde ein Ungleichgewicht der vier Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) vermutet.

Neue Erkenntnisse über Zusammenhänge und viele neue Messmöglichkeiten zeigen Genaueres über Ursachen und Auswirkungen von Änderungen im Säure-Basen-Haushalt. Nicht nur Fehlleistungen innerer Organe, sondern auch die Zusammensetzung der Kost und der von Hektik, Stress und mangelndem Ausgleich geprägte Lebensstil können zu Störungen des Säure-Basen-Haushalts führen.

Notwendigkeit, Ursachen und Wirkungen
Unser Organismus besteht aus etwa 75 Billionen (75 000 000 000 000) Zellen. In jeder dieser Zellen laufen chemische Reaktionen ab. Diese Reaktionen benötigen ganz bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen: Temperatur, spezielle Substanzen und eine bestimmte Säure-Basen-Konzentration (pH).

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-------------------sauer-----------------------neutral----------------------basisch

Das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt ist die Voraussetzung für den optimalen Ablauf der Stoffwechselvorgänge. Schon geringe Abweichungen über längere Zeit können ernsthafte gesundheitliche Probleme auslösen. Deshalb hat der Organismus das Ziel, die Werte konstant zu halten, vergleichbar mit dem Konstanthalten der Körpertemperatur, auch da sind nur geringe Schwankungen für das Leben vertretbar. Unser Körper muss überschüssige Säuren zwischenlagern, bei zu wenig Säuren Basen ausscheiden.

Es ist nicht sinnvoll, einseitig die Zufuhr von Säuren zu betrachten, ohne die Zufuhr von Basen zu beachten. Wichtig ist die Bilanz der Zufuhr, zu viel Säure kann durch entsprechend mehr Basen kompensiert werden.

Mögliche Folgen eines gestörten Säure-Basen-Haushaltes:


Störungen

  • Immunschwäche (ständige Erkältungen, anhaltende Infektionen)
  • Brüchige Nägel
  • Blasse und fahle Haut
  • Chronisches Zahnfleischbluten oder Parodontitis
  • Verdauungsstörungen mit Darmträgheit oder chronische Darmreizungen
  • Hefepilzerkrankungen (Nägel, Mund oder Darm)
  • Ständig kalte Füße oder Hände
  • Muskelverhärtungen oder Verspannungen, besonders im Bereich der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur
  • Migräne
  • Leichte Reizbarkeit
  • Rasche Ermüdung, Antriebslosigkeit
  • Hohe Schmerzempfindlichkeit der Haut
  • Chronische Schmerzzustände


Beschwerden

  • Blähungen
  • Durchfall und Verstopfung
  • Magenbeschwerden, Sodbrennen, Erbrechen
  • Darmentzündungen
  • Hämorrhoiden, Einrisse am Darmausgang
  • Gliederschmerzen


Erkrankungen (Heilfasten in speziellen Fastenkliniken)

  • Gicht
  • Allergien
  • Arteriosklerose
  • Diabetes mellitus
  • Osteoporose
  • Rheuma
  • Neurodermitis
  • Herzinfarkt
  • Krebserkrankungen
  • Gallen-/Nierensteine
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Schmerzsyndrome


Chemische Grundbegriffe

Ein Stoff wird als Säure bezeichnet- wenn er Wasserstoffionen (Protonen) abgeben kann. Im Gegensatz dazu wird ein Stoff, der Protonen aufnehmen kann, als Base (Lauge) bezeichnet.
Eine starke Säure gibt viele Wasserstoffionen an ihre Umgebung ab und zeigt keinerlei Tendenzen zur umgekehrten Reaktion. Je mehr Wasserstoffionen in einer wässerigen Lösung freigesetzt, werden desto stärker ist die Säure. Zur Darstellung dient die pH-Skala (siehe oben).

Wir haben einen Geschmackssinn für sauer, keinen hingegen für basisch. Vielleicht liegt die Erklärung dafür in der Evolution, Säuren können schon in geringer Konzentration für den Organismus schädlich sein. Allerdings sind stärkere Basen ebenso gefährlich wie starke Säuren, aber sie kommen sie in der Natur kaum vor.

Sauer schmeckende Lebensmittel reagieren im Organismus nicht unbedingt sauer, je nach dem chemischen Aufbau können diese im Organismus sogar basisch verstoffwechselt werden.

Die genaue Bestimmung des pH-Wertes erfolgt mit elektrochemischen Geräten, zur einfachen Orientierung mit Indikatorpapier (Neutralit), das seine Farbe verändert.

Die Säure-Basen-Verhältnisse im Körper sind kein starres System, vielmehr ein Fließgleichgewicht in ständiger Bewegung, das bestrebt ist, möglichst stabile pH-Verhältnisse aufrecht zu erhalten.


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